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Westfälische Nachrichten, 16. Juni 2009

Entlastungsstraße Nottuln-West: Neue Variante

Nach der Umgehungsstraßenplanung wird die Daruper Straße in einem Bogen an die neue Kreuzung mit der B525 herangeführt. Dadurch rückt sie näher ans Wohngebiet heran. Am unteren Bildrand mit Rot markiert sind die derzeitigen Sackgassen von Kampstraße (l.) und Auf dem Esch.Foto:
Nach der Umgehungsstraßenplanung wird die Daruper Straße in einem Bogen an die neue Kreuzung mit der B525 herangeführt. Dadurch rückt sie näher ans Wohngebiet heran.
Am unteren Bildrand mit Rot markiert sind die derzeitigen Sackgassen von Kampstraße (l.) und Auf dem Esch.
Foto: (Ludger Warnke)

Nottuln - In der Diskussion über mögliche Trassen für eine Entlastungsstraße Nottuln-West liegt nun ein Vorschlag auf dem Tisch, der bei betroffenen Anliegern große Beunruhigung auslöst. Die Rede ist von einer Verlängerung der Kampstraße sowie der Straße „Auf dem Esch“ bis zur Bundesstraße 525 (Daruper Straße). Beide Straßen beginnen am Oberstockumer Weg und enden derzeit nach der Querung des Grünen Weges als kurze Sackgassen. Diese Dopelspangen-Variante wird heute (Mittwoch) im nicht öffentlichen Teil des Ausschusses für Gemeindeentwicklung zur Sprache kommen, bestätigte gestern Bürgermeister Peter Amadeus Schneider auf Nachfrage unserer Zeitung. Weil die Eigentumsrechte privater Grundstücksbesitzer betroffen seien, werde das Thema in nichtöffentlicher Sitzung besprochen, begründete Schneider die Geheimhaltung.

Gleichwohl ist dieser Vorschlag bis zu den Anliegern durchgesickert und löste natürlich Unruhe aus. Das ist auch dem Bürgermeister nicht verborgen geblieben, weshalb er gestern klarstellte: „Es handelt sich nicht um eine Idee der Verwaltung. Vielmehr hat der Landesbetrieb Straßen.NRW diese Variante zur Sprache gebracht und der Gemeinde vorgeschlagen, darüber einmal nachzudenken.“

Hintergrund: Die Gemeindeverwaltung hat vor kurzem ein Behördengespräch mit dem Landesbetrieb über mögliche Anknüpfungspunkte einer Entlastungsstraße Nottuln-West an die B525 geführt. Dabei ging es um die drei bekannten Möglichkeiten, die Entlastungsstraße über die ehemalige Baustraße Fasanenfeld II zu führen, oder über die „Zippenberg-Allee“ (Wirtschaftsweg) oder den Anknüpfungspunkt noch weiter in Richtung Darup zu verschieben. Der Landesbetrieb hat nach Aussage von Schneider deutlich gemacht, das er alle drei Möglichkeiten akzeptieren könne. Zusätzlich sei von der Behörde eine vierte Möglichkeit ins Gespräch gebracht worden: die Anbindung von Kampstraße und Auf dem Esch an die Daruper Straße. Denn sollte die Nordumgehung gebaut werden, wird die Daruper Straße in einem Bogen an die neue Kreuzung mit der Landstraße nach Billerbeck und der B525 herangeführt. Dadurch rückt die Daruper Straße näher an das Wohngebiet Grüner Weg heran. Es brauchen nur zwei kurze Stummel neu gebaut zu werden, und die Verbindung ist vorhanden.

Hat diese Variante eine Chance? „Ich sehe das noch nicht kommen“, erklärte Schneider gestern. In der Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung wolle die Verwaltung die Politik lediglich informieren. Ob Beschlüsse gefasst werden, sei offen.

Schneider selbst vertritt die Ansicht, vor eventuellen Einzelmaßnahmen zunächst ein Gesamtverkehrskonzept zu erstellen. Bei der Erarbeitung dieses Konzeptes könne untersucht werden, welche gemeindlichen Straßenneubauten überhaupt notwendig seien.

VON LUDGER WARNKE, NOTTULN

 
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