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Westfälische Nachrichten, 15. April 2005
Warten auf das Gesamtkonzept
Entlastungsstraße "Nottuln-West" erneut Thema im Ausschuss für Gemeindeentwicklung
-luw- Nottuln. Zahlreiche Bürger aus dem Neubaugebiet Fasanenfeld wohnten am Mittwochabend der Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung bei. Denn einmal mehr stand das Thema "Entlastungsstraße Nottuln-West" (Netzschlusslösung) auf der Tagesordnung. Dafür kritisierte die CDU Bürgermeister Peter Amadeus Schneider. Die Christdemokraten verwiesen auf die letzte Ratssitzung vom März, in der der Gemeinderat mit breiter Mehrheit die Verwaltung beauftragt hatte, ein Gesamtkonzept zu erarbeiten. Dieser Ratsbeschluss sei zunächst auszuführen, ehe über Detailplanungen im Bereich Fasanenfeld II beraten werden könne, sprachen sich die CDU-Ausschussmitglieder für eine Vertagung des Themas aus.
Bürgermeister Schneider wies die Kritik zurück, denn in der vorangegangenen Ausschusssitzung sei vereinbart worden, das Thema erneut auf die Tagesordnung zu setzen.
In der Sache selbst lieferte die ausführliche Diskussion am Mittwochabend keine neuen Erkenntnisse. Es bleibt einerseits bei der grundsätzlichen Zustimmung zur Netzschlusskonzeption seitens CDU, SPD und FDP und andererseits bei der Kritik von UBG und Grünen, die der alten Verwaltungsspitze schwere Verfahrensversäumnisse vorwarfen.
In einem zwischenzeitlich stattgefundenen Gespräch der Gemeindeverwaltung liegen im Neubaugebiet Fasanenfeld II wurden die unterschiedlichen Meinungen ausgetauscht. Anwohner werfen der Gemeindeverwaltung vor, bei den damaligen Grundstückskäufen die geplante Entlastungsstraße trotz Nachfrage verschwiegen zu haben. Ein Vorwurf, zu dem am Mittwoch Dr. Martin Geuking (FDP) eine klare Aussage der Verwaltung forderte.
Nach Ansicht von Bürgermeister Schneider soll das Thema Grundstücksverkäufe in der nächsten Gesellschafterversammlung der gemeindeeigenen Gewerbe- und Industrieförderungsgesellschaft (GIG) besprochen werden.
Einen Beschluss fassten die Ausschussmitglieder am Mittwochabend nicht. Die Politik wartet auf das von der Gemeindeverwaltung zu erarbeitende Gesamtkonzept und hofft auf eine Lösung möglichst im Einvernehmen mit den betroffenen Bürgern.
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