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17. Mai 2005, Ein Brief aus dem Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen

Es war ja gemutmaßt worden, dass sich das Bundesverkehrsministerium vertan hatte in seiner Einschätzung:

"Das Projekt hat für die Entlastung von Ortsdurchfahrten eine geringe Bedeutung"

Deshalb hatte die Verwaltung den Auftrag bekommen, noch einmal nachzufragen. 
Hier die Antwort:

Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, Postfach 20 01 00, 53170 Bonn

Gemeinde Nottuln
Herrn Volkmer

48292 Nottuln

Referat S 21, Gebietsreferat Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen

Robert-Schumann-Platz 1, 53175 Bonn

ref-s21@bmvbw.bund.de
www.bmbvbw.de

BETREFF
Bezug
AZ
DATUM

BVWP, B 525 Nottuln/Darup - Nottuln
Ihr Schreiben vom 03.05.2005
S21/40.25.78.0525/3 N 05
Bonn, 17.05.2005

Sehr geehrter Herr Volkmer,

vielen Dank für Ihr Schreiben vom 03.05.2005 an das Referat Öffentlichkeitsarbeit, in dem Sie um Erklärung zum Ergebnis der Raumwirksamkeitsanalyse im Rahmen der Bewertungsmethodik zum Bundesverkehrswegeplan 2003 für das Projekt B 525 OU Nottuln bitten. Wegen der regionalen Zuständigkeit erhalten Sie von hier Antwort.

Um Projekte beurteilen zu können und für eine Einstufung im Bundesverkehrswegeplan vergleichbar zu machen, wurde neben der gesamtwirtschaftlichen und verkehrlichen Bewertung und einer Umweltrisikoeinschätzung auch eine Raumwirksamkeitsanalyse durchgeführt. Bei der Beurteilung wurden die beiden Ortsumgehungen Nottuln und Nottuln-Darup im Zuge der B 525 zusammengefasst.

Im Rahmen der Raumwirksamkeitsanalyse wurde zum einen der Zielbereich "Verteilung und Entwicklung" untersucht, der aufbauend auf dem System der zentralen Orte die Erreichbarkeiten sowie Strukturschwäche bzw. -stärken berücksichtigt. Zum anderen wurde der Zielbereich "Entlastung und Verlagerung" untersucht. Hierbei wurden neben der Entlastung hoch belasteter Korridore auch die städtebaulichen Effekte in Form von Entlastungen im lokalen Bereich berücksichtigt. Der städtebauliche Nutzen steigt zum einen mit der Höhe der Belastungsabnahme durch Ortsumgehungen und zum anderen mit der Höhe des städtebaulichen Potentials. Stadträume mit starker Beeinträchtigung durch den Verkehrsweg weisen ein höheres Potential auf als bei geringer Beeinträchtigung.

Im Fall Nottuln/Darup - Nottuln bestehen nur geringere bis mittelhohe städtebauliche Potentiale, die aufgrund der verbleibenden Verkehrsmengen in den Ortslagen nach Umsetzung der Ortsumgehungen auch nur mit niedrigerem bis moderatern Ausmaß aktiviert werden können. Dies ist auch in der von Ihnen angesprochenen Internetseite als Begründung für das Ergebnis: "Das Projekt hat für die Entlastung von Ortsdurchfahrten eine geringe Bedeutung" so angegeben. Mit ein Grund können die starken lokalen Verkehre aus den Ortslagen heraus in Richtung Münster (A 43) sein, die nicht die Ortsumgehungen nutzen, oder auch Quell- und Zielverkehre nach Nottuln, die sich nicht verlegen lassen. Wie Sie den Erläuterungen der Maßnahmewirkungen aber auch entnehmen können, werden durch die Abnahme der Verkehrsmengen in den Ortsdurchfahrten auf den entlasteten Streckenabschnitten durch Verbesserung der Überquerbarkeit und der Aufenthaltsmöglichkeit erzielt. Immerhin wird durch die Maßnahmen eine Abnahme der Verkehrsstärke auf den Ortsdurchfahrten von rd. 7000 Kfz täglich erwartet.

Zur Ihrer Information haben ich den entsprechenden Auszug aus der Bewertungsmethodik zum Bundesverkehrswegeplan 2003 beigefügt.
(Link zu den entsprechenden Seiten des Ministeriums)

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag
Karl-Heinz-Johnen

 
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