Wir über uns |  Termine  |  Veranstaltungs-Rückblick  |  Themen-Archiv 
 
Themen  Themen GrüneAnträge und Anfragen Appelhülsen - Baugebiete Appelhülsen -Sportanlagen Appelhülsen -Hochwasserschutz Darup - Ortsentwicklung Darup - Umgehungsstraße Energiepolitik Finanzpolitik Gewerbegebiet Beisenbusch Kinder-  und Jugendpolitik Schulpolitik Skateranlage - Spielplätze für Jugendliche Tourismus Umgehungsstraße Nottuln Entlastungsstraße Nottuln West
Themen Umgehungsstraße Nottuln Nix als Fragen... zurück zur Startseite
 
Unsere Fragen im Bauausschuss am 23.02.2005
Fragen und Anmerkungen zur Planung der Umgehungsstraße B525 in Nottuln

Sehr geehrte Damen und Herren,

folgend erhalten Sie unsere Fragen und Anmerkungen zur vorgelegten Planung der Umgehungsstraße Nottuln mit der Bitte um Beachtung.

Sie kennen unsere globale Kritik an der Umgehungsstraße. Die haben wir schon umfassend erklärt und kann auf unseren Internetseiten nachgelesen werden.

Damit erübrigt sich aber nicht, sich die Planung konkret anzuschauen und auf die Planung im Detail einzugehen, um sich eine umfassende Meinung zu dem Projekt bilden zu können.

Allgemein:

  • Uns fehlt eine Legende für die Planung. Die Nummern sind nicht erläutert. Die Pläne sind dadurch schlecht lesbar.
  • Uns fehlt der Einblick in eine Untersuchung der Lärmimmissionen im Bestand und nach Vollendung der Umgehungsstraße. Hieran könnte der Nutzen für den Lärmschutz der Bevölkerung an der alten Straße und der Schaden an der neuen Straße verglichen werden. Die Argumentation könnte durch eine qualifizierte Aussage versachlicht werden.
  • Uns fehlt eine aktuelle Aussage auf die Verteilung der Verkehrsströme nach Bau der Straße und ohne Bau dieser Umgehungsstraße. In diesem Zusammenhang wäre auch der Durchbau der B67 bei Dülmen zu bewerten.
  • Wie viele Ampeln wird es an der neuen Straße geben?
    Wie viele werden an der alten verbleiben?
    Welche Zeitersparnis bringt die neue Straße den Nutzern?
  • Soll und kann die B525 in der Ortslage umgestaltet werden?
  • Die Eingriffs- und Ausgleichsbewertung liegt uns nicht vor. Uns fehlt der Grünordnungsplan.
  • Uns fehlt die Begründung und der Umweltbericht.
  • Für welche Kapazität wird die neue Straße ausgelegt?
  • Es fehlen die Eintragung der Höhen in den Plänen sowie ein Höhenschnitt, der die Lage der Straße im Gelände veranschaulicht.

Plan 1:

  • Wie wirkt sich die Lärmimmission auf den Esch durch das Näherrücken der Straße aus? Sind Schallschutzmaßnahmen vorgesehen.
  • Der Feldweg neben der Asylbewerberheim soll wesentlich tiefer gelegt werden. Von diesem Weg zweigt vor der neuen Straße ein neuer Weg Richtung Nonnenbach ab. (Nr. 35) Am Ende des Weges liegt ein Wendehammer. Dahinter ein Becken (Regenrückhaltung ?, Nr. 115). Durch dieses Becken soll das Wasser der Straße durch ein vorgeschalteten Leichtstoffabscheider in den Nonnenbach eingeleitet werden.
    Was ist in diesem Zusammenhang ein Leichtstoffabscheider?
    In welcher Qualität soll Wasser in den Nonnenbach und somit in den Mühlenteich eingeleitet werden?
  • Bei diesem ganzen Detail der Baumaßnahme sehen wir Erläuterungsbedarf.
  • Wo steht die landschaftsprägende Eiche ehemals Hof Schlautmann? Diese ist auf den Plänen nicht verzeichnet.
  • Welcher Brunnen des Wasserwerkes soll geschlossen werden?
    Was bedeutet das für die Gemeindewerke und die Wasserversorgung Nottulns?
  • Durch die geplante Baumaßnahme würde eine Brücke in eine der bekanntesten Postkartenansichten Nottulns gesetzt.
  • Der Nonnenbach soll z.B. verlegt werden, da hier zufällig ein Pfeilerpaar zu stehen käme. Auf diese Verlegung des gewachsenen Bachbettes könnte bei anderer Gestaltung problemlos verzichtet werden.
  • Genaue Aussagen zur Gestaltung der Brücke fehlen völlig. Gibt es Ansichtspläne?
    Sind verschiedene Gestaltungsvorschläge für dieses den Ort prägende Bauwerk untersucht worden?
  • Die Anböschung der Brücke ist sehr lang und scheint recht hoch zu sein. Der gewachsene Boden und Wasserabfluss in diesem Raum wird ohne Not vollkommen geändert.
  • Sind zum Gründen der Brückenpfeiler Grundwasserabsenkungen notwendig?
  • Es bleibt zu vermuten, dass es sich bei der Brücke über das Nonnenbachtal um ein Bauwerk in simpler Gestaltung handelt, die der Qualität dieser wichtigen Ortsansicht nicht gerecht wird und die Gegend über das nötige Maß hinaus verschandelt. Der Versuch auf eines der prägnantesten Landschaftsbilder Nottulns Rücksicht zu nehmen, ist nicht zu erkennen.
  • Es ist nicht bekannt, ob Lärmschutzmaßnahmen für die Brücke geplant sind und wie sich diese auf das Nonnenbachtal auswirken.

Plan 2:

  • Ein Pfeilerpaar der Brücke soll direkt neben das Ludgeruspättken gesetzt werden.
    Wie wird diese wichtige Fußwegeverbindung während der Bauzeit gesichert?
  • Neben dem Ludgeruspättken soll ein großzügiges Grabenbauwerk (Nr. 92) bis zum Beginn der Bagnobebauung errichtet werden. In diesem Graben soll anscheinend das komplette Oberflächenwasser der neuen Straße ab der Querung der Umgehungsstraße Havixbecker Strasse eingeleitet werden.
    Würde das in den Mühlenteich eingeleitet?
    Würde dann der Mühlenteich überwiegend durch Abwasser der Straße gespeist?
    Warum ist hier im Gegensatz zur anderen Brückenseite kein Leichtstoffabscheider vorgesehen?
  • Wie soll verhindert werden, dass aus dem Graben (Regenrückhaltebecken ?), der ja die Deckschichten zerstört, Abwasser direkt in des Grundwasser gelangt?
  • Wie wirken sich die Lärmimmissionen auf das Wohngebiet Bagno aus? Welcher Lärm ist zu erwarten?
  • Die Straße oberhalb des Ludgeruspättkens soll offensichtlich abgebunden werden.
    Was geschieht mit dem Rest der Straße von der Vogelstange bis zum Ludgeruspättken?
    Bei der Fußwegeverbindung vom Bagnoteich in die Kreithecke handelt es sich um einen hoch frequentierten, sehr wichtigen Spazierweg in Nottuln. Wie soll der ersetzt werden?
  • Auf das die Bedeutung des Bagnoteiches (Nr. 93), schließlich ein Ort von dem mal eine Landesgartenschau ausgehen sollte, wird nicht eingegangen. Es schmerzt besonders, dass nicht ansatzweise versucht wird, diesen geschichtlich bedeutenden Ort zu würdigen und zu erhalten.
  • Wie tief gräbt sich die Straße in das Gelände ein? Ist dort eine dauerhafte Grundwasserabsenkung geplant? Welche Auswirkung hat diese? Die deckende Ton-Mergelschicht wird zumindest zum Teil abgetragen und damit werden die wasserführende Schichten freigelegt. Das heißt, dadurch kann Oberflächenwasser mit nur geringer Filterwirkung direkt ins Grundwasser gelangen. Im Wasserschutzgebiet ist das bei Eintragung von Schadstoffen besonders prekär.
  • Welcher Standort ist für die Vogelstange geplant?
  • Die Verlängerung der Straße Am Bagno (Nr. 2) soll abgebunden werden. Somit würde der wichtige Erholungsraum der oberen Kreithecke von der Ortslage Nottuln abgetrennt. Dies ist besonders angesichts des benachbarten Krankenhauses, der seniorengerechten Wohnanlage und dem Altenheim bedenklich.
  • Bei Umsetzung der vorgelegten Planung ist der direkt benachbarte Erholungsraum für einen großen Anteil der Nottulner Bevölkerung durch die Straße direkt verursacht, aber auch durch das Trennen der meisten Wegeberbindungen in die Kreithecke nicht weiterhin nutzbar.
  • Der Uphovener Weg soll schon direkt nach der Ortslage umgebaut werden. Die Höhenlagen erschließen sich uns aus der vorgelegten Planung nicht.
  • Die kulturhistorisch wertvolle und inzwischen sehr wertvolle Kopfbuchenhecke am Ludgeruspättken wird zerstört.

Plan 2a

Dort wird scheinbar direkt am empfindlichen und besonders schützenswerten Waldrand eine Straße gebaut. Dies bleibt unsererseits unkommentiert.

Plan 3:

  • Der parallel geführte Gemeindeweg verdoppelt hier den Eingriff in die Landschaft (Nr. 5). Bei Änderung der Höhenlagen der Straßen ließe sich auf den parallelgeführten Gemeindeweg verzichten und die ohnehin vorgesehen Unterführung des Harfelder Weges auch für Fahrzeuge nutzen.
  • Die Trennwirkung der Straße Nottuln zum Stevertal bliebe allerdings erhalten.
  • Welche Schutzmaßnahmen sind für das Haus Nr. 19 geplant?

Plan 4:

Plan 5:

  • Was passiert mit dem Weg vom Waldweg zur Hoflage Schulze Winzler? (Nr. 15)
  • Statt die direkte Wegeverbindung zum Haus Nr. 11 zu erhalten, wird ein sehr aufwändige Umgehung der Umgehung geplant ( Nr. 9 + 164). Der Wald bei Schulze Winzler und die weitere Landschaft ist für die Bewohner des Waldweges und des Vogelbusches nicht mehr erreichbar. Wichtiger Erholungsraum wird von der Bevölkerung abgetrennt.

Plan 6:

  • Für die Überquerung der Umgehungsstraße (Nr. 10) wird die Landschaft sehr in Anspruch genommen. Das Haus Vogelbusch 14 wird komplett eingebaut. Die Wegeführung ist verworren und nicht nachvollziehbar.
  • Wie sollen die Interessen der Bevölkerung des Vogelbusches gewahrt werden, die nach dem Gewerbegebiet nun auf der anderen Seite mit der Umgehungsstraße belastet werden sollen. Vor wenige Jahren wohnte die angestammte Bevölkerung an dieser Stelle im ruhigen Außenbereich.
  • Es fehlt die planerische Anbindung des Gewerbegebietes an die Umgehungsstraße. Wenn denn eine solche Straße gebaut werden soll, ist dringend geboten, den Verkehr aus dem Gewerbegebiet direkt auf die Straße zu leiten. Die Gemeinde ist bereit, diese Straße zu bauen. Straßen NRW sollte dann die Straße in ihrer Planung berücksichtigen.

Plan 7:

  • Der jetzige Gemeindeweg parallel zur B 525 wird stark von Radfahrern genutzt, da es sich hier um die Kürzeste Verbindung zwischen Nottuln und Appelhülsen handelt, die nicht an der Bundesstraße liegt. Diese wichtige Verbindung für den Radverkehr soll ersatzlos aufgegeben werden (Nr. 12), da der Weg nun direkt auf die Bundesstraße geleitet wird. Auch die andere Verbindung am Hundeplatz vorbei geht den Erholungssuchenden verloren.
  • Die Radwegeführung am Kreuzungspunkt ist nicht deutlich zu erkennen. Hier besteht Erläuterungsbedarf.

Mit freundlichen Grüßen
Richard Dammann

 
zurück Diskussionsforum   |   Mail an Grüne    |   Links    |    Impressum zurück nach oben