Westfälische Nachrichten, 13. Januar 2005
Skater-Rampe "ziemlich klein und unsinnig"
Jugendliche wünschen Verbesserungen
-luw-
Nottuln. Dass die Skateranlage neben dem Nottulner Freibad in die
Jahre gekommen ist, sieht man ihr deutlich an. Und ob die Rampe tatsächlich
den Bedürfnissen der heutigen Skater- und Inliner-Jugend entspricht,
daran darf gezweifelt werden.
In einem Brief an Bürgermeister Peter Amadeus Schneider hat der 14-jährige
Jonas Spieker von der Daruper Straße die Situation so beschrieben:
"Meine Freunde und ich, und bestimmt viele andere Kinder und
Jugendliche, hätten sehr gerne eine bessere Skateranlage, weil das, was
am Hallenbad steht, ziemlich klein und unsinnig ist."
Bürgermeister Schneider zeigte sich erfreut über dieses Engagement des
jungen Nottulners und führte deshalb mit ihm und seinen Freunden ein
persönliches Gespräch über die Skater-Situation in Nottuln. "Mir
hat sehr gefallen, dass die Jugendlichen nicht nur Kritik geäußert,
sondern auch Verbesserungsvorschläge mitgeteilt haben," so
Schneider im Gespräch mit unserer Zeitung.
"Es wäre natürlich am besten, so etwas wie in Billerbeck zu
bauen, denn da sind immer mindestens 15 bis 30 Leute am Tag und in
Nottuln nur fünf bis zehn Leute in einer Woche," schreibt Jonas
Spieker. Und: "Ich finde, weil wir fast schon eine Stadt sind, gehört
eine Skateranlage auf jeden Fall zu uns. Außerdem haben wir schon drei
Fußballplätze und auch genug Bolzplätze, deshalb könnte man doch
neben der Hauptschule oder neben dem Gymnasium auf der Gemeindewiese
eine Ecke als Skateranlage nutzen."
Die Skateranlage in Billerbeck ist in Skater-Kreisen weit bekannt. Die
Stadt Billerbeck hat 1999 im dortigen Sportzentrum Helker Berg eine so
genannte "Snake" angelegt. Dabei handelt es sich um ein in den
Boden eingelassenes Betonbecken mit vielen Rundungen und Kurven, die für
großen Fahrspaß sorgen. Gleichzeitig ist diese Anlage auch ein
offizielles Regenrückhaltebecken, weshalb die Stadt Billerbeck bei der
Finanzierung auf verschiedene Fördertöpfe zurückgreifen konnte.
Wie in Nottuln bessere Möglichkeiten für Skater und Inliner geschaffen
werden können, das prüft nun die Gemeindeverwaltung. Wichtig sei es,
zunächst einen Ort zu finden, der von den Jugendlichen angenommen werde
und gleichzeitig für das Umfeld verträglich sei, so Schneider im
WN-Gespräch. Erst an zweiter Stelle steht für den Bürgermeister die
Frage, wie eine eventuelle neue Skater-Anlage finanziert werden kann.
"Wir arbeiten an diesem Thema mit dem Ziel der Umsetzung,"
betonte Schneider, der auch die Politik informieren will, sobald
konkrete Ergebnisse vorliegen.
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