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„Schulen sind gesichert“
Nottuln - Beigeordneter Klaus Fallberg machte die Mitglieder des Sozialausschusses am Dienstagabend auf einige Punkte der Prognose über die mittelfristige Entwicklung der Schülerzahlen in der Gemeinde Nottuln aufmerksam. Ein Satz war ihm dabei im Fall der Grundschulen besonders wichtig. Zwar gehe die Zahl der Erstklässler in den nächsten Jahren zurück, erklärte er: „Alle Schulen sind aber in ihrem Bestand weiterhin gesichert.“
So ist nach den Prognosen die Gesamtzahl der Erstklässler im Schuljahr 2009/2010 bei 235 Kindern, im Schuljahr 2013/2014 bei 205. Im Einzelnen sieht es nach der Vorhersage der Verwaltung mit allen Unwägbarkeiten so aus: Die St.-Martinus-Grundschule hätte 45, die Astrid-Lindgren-Grundschule 64, die St.-Marien-Grundschule Appelhülsen 46, die Sebastian-Grundschule Darup 33 und die St.-Bonifatius-Grundschule Schapdetten 17 Kinder.
Dass das im Detail so nicht stimmen muss, zeigt der Blick auf die beiden Nottulner Grundschulen: Weil die Schulbezirke aufgehoben sind, ist die Verwaltung mangels anderer Kriterien bei ihrer Prognose vom jeweils kürzesten Schulweg ausgegangen. Danach hätte 2008/2009 die Martinus-Schule 54 Erstklässler haben müssen, tatsächlich sind es aber 66, bei der Astrid-Lindgren-Schule waren 72 Kinder prognostiziert, 63 sind es geworden – die Eltern hatten offenbar nach anderen Kriterien als der Schulweglänge entschieden. Trotz dieser Zahlen ist die Verwaltung auch bei der mittelfristigen Prognose bis 2013/2014 bei ihrem Kriterium kürzester Schulweg geblieben.
Heinz Rütering (CDU) legte Wert darauf, dass alle Schulstandorte gesichert werden. Angesichts der neuen Montessori-Schule in Tilbeck und der Ganztagsschulangebote in Nottuln sei zur Sicherung der Bonifatius-Schule eine bauliche Entwicklung in Schapdetten unbedingt notwendig.
Bei den weiterführenden Schulen werden die Realschule und das Gymnasium nach der Verwaltungsprognose auf Dauer die Dreizügigkeit behalten. Beim Gymnasium verwies Fallberg auf eine erfreuliche Entwicklung bei den Übergängen in die Oberstufe: Waren es 2000/2001 noch 83 Prozent der Zehntklässler, die weitermachten, sind es 2008/2009 sogar 102 Prozent gewesen. Die mehr als 100 Prozent kommen durch Schüler von außen zustande.
Bei der Geschwister-Scholl-Hauptschule werde angesichts der überall sinkenden Schülerzahlen laut Verwaltung eine „gute Einzügigkeit“ erreicht – soll heißen: knapp über 30 Schüler. Unverständnis äußerte Fallberg über die gesetzliche Vorgabe, dass bei Hauptschulen erst ab 36 Schülern eine zweite Klasse aufgemacht werden darf.
Und auch Schulleiterin Ursula Röttger meinte: „Wir haben zurzeit 34 Schüler im fünften Jahrgang. Diese in einer einzigen Klasse zu führen, ist pädagogisch eine Katastrophe.“ Man habe aber einen Weg gefunden, die Situation zu verbessern. Dank des „Kleine-Schule-Zuschlags“ hat die Hauptschule eine halbe Stelle zusätzlich zur Verfügung, außerdem helfe der Ganztagszuschlag. So konnte die Klasse 5 in zwei kleine Gruppen mit jeweils 17 Schülern differenziert werden (wir berichteten).
VON FRANK VOGEL
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