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23. Dezember 2008 , Westfälische Nachrichten

Finanzzentrum: Damit Gemeinden überleben

Nottuln. In zehn Tagen, offiziell am 1. Januar 2009, wird es an den Start gehen: das „Finanzzentrum Baumberge“. Sitz: Nottuln. In diesem Zentrum an der Domherrengasse werden Nottuln und Havixbeck zusammenarbeiten, um Synergieeffekte zu nutzen und letztendlich unter dem berühmten Strich Geld zu sparen. Unmissverständlich betonte Bürgermeister Peter Amadeus Schneider in der letzten Ratssitzung dieses auslaufenden Jahres, dass durch dieses „Pilotprojekt“ die „Selbstständigkeit der Kommunen auf lange Sicht erhalten bleibt“. Schneider: „Die zukünftigen Aufgaben verlangen neue Wege.“

Den energisch vorgetragenen Sätzen des Bürgermeisters war eine einstündige Diskussion vorausgegangen, in der in erster Linie die Christdemokraten weiteren Klärungsbedarf formulierten. Josef Lütkecosmann wollte etwa vom Bürgermeister, vom Beigeordneten Klaus Fallberg und von Fachbereichsleiterin Doris Block wissen, was die zukünftige Leitung des Finanzzentrums verdienen wird oder wie viele Stellen Nottuln für dieses Zentrum beisteuern müsse.

8,5 Stellen gebe es, zehn Personen würden im neuen Finanzzentrum arbeiten, sieben aus Nottuln, antwortete Fallberg. Er betonte, dass die Verwaltung enorm viel Arbeit in die Vorbereitungen für das Finanzzentrum gesteckt habe und appellierte damit an die Politiker, der Verwaltung zu vertrauen. Der Beigeordnete räumte ein, dass durchaus mit Recht bemängelt werden könne, dass dem Rat nicht alle Unterlagen vorliegen würden. Bürgermeister Schneider: „Nicht umsonst handelt es sich um ein Pilotprojekt.“

Fallberg versicherte den Ratsmitgliedern, dass Nottuln und Havixbeck durch die Kooperation Geld sparen würden. Er schätze für Nottuln, „mehr als eine vierstellige Summe“. Bürgermeister Schneider: „Ich glaube, dass wir mit den zwei Kommunen nicht alleine bleiben werden.“

Nottuln wird für das neue Finanzzentrum offiziell verantwortlich zeichnen. Das, so hatte Schneider zu Beginn der Debatte betont, verlange das Innenministerium. Der Bürgermeister machte aber unmissverständlich deutlich, dass er „sehr auf Gleichberechtigung“ der beiden Kommunen achten werde.

Alle Ratsmitglieder stimmten schließlich der erforderlichen „öffentlich-rechtlichen Vereinbarung“ zu.

VON BETTINA LAERBUSCH, MÜNSTER

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