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14. Dezember 2007, Westfälische Nachrichten

Gemeinsam Geld sparen

Freuen sich auf die Projektarbeit (v.l.): Klaus Fallberg (Nottuln), Staatssekretär Klaus-Peter Brendel, Bürgermeister Klaus Gottschling (Havixbeck), Bürgermeister Peter Amadeus Schneider (Nottuln), Ministerialdirigent Johannes Winkel, Fachbereichsleiterin Doris Block (Nottuln) und Beigeordneter Wolfram Pott (Havixbeck).
Freuen sich auf die Projektarbeit (v.l.): Klaus Fallberg (Nottuln), Staatssekretär Klaus-Peter Brendel, Bürgermeister Klaus Gottschling (Havixbeck), Bürgermeister Peter Amadeus Schneider (Nottuln), Ministerialdirigent Johannes Winkel, Fachbereichsleiterin Doris Block (Nottuln)
und Beigeordneter Wolfram Pott (Havixbeck).

Nottuln. „Das macht uns stolz.“ Beigeordneter Klaus Fallberg ist von einem Besuch in Düsseldorf zurück in Nottuln und hat allen Grund zur Freude. Das von der Gemeindeverwaltung angestoßene Projekt eines gemeinsamen Finanzzentrums mit der Nachbargemeinde Havixbeck (wir berichteten mehrfach) wird vom Innenministerium finanziell unterstützt. In der Landeshauptstadt nahmen Vertreter der beiden Gemeinden am Dienstag die gute Botschaft von den zuständigen Mitarbeitern im Ministerium offiziell in Empfang.

Die Kooperation Nottuln-Havixbeck ist eines von vier Vorhaben, das unter insgesamt 40 Bewerbungen ausgewählt worden ist, und unter dem Titel „Vernetzte Verwaltung“ geführt wird. Ziel ist es nach Angaben des Innenministeriums, durch Vernetzung neue Kooperationsformen im Bereich des E-Government (elektronische Verwaltung) zu entwickeln und auf diese Weise „die kommunalen Dienstleistungen bei mindestens gleicher Qualität kostengünstiger anbieten zu können. Ein Ziel, das sich die beiden Baumberge-Gemeinden auch selbst auf die Fahnen geschrieben haben.

Spannend ist das Ganze nicht nur für die beiden beteiligten Gemeinden, wie Klaus Fallberg berichtet. Denn die Landesregierung verspricht sich von den Leuchtturmprojekten Signalwirkung. „Alle Projekte sind so angelegt, dass die Ergebnisse auf andere Kommunen übertragen werden können“, hat das Ministerium als Losung ausgegeben. Deshalb wird das auf zwei Jahre angelegte Projekt „Vernetzte Verwaltung“ von dem Unternehmen d-NRW wissenschaftlich begleitet. „Die erwarten in Düsseldorf eine ganze Menge von uns“, weiß der Nottulner Beigeordnete. „Das wird viel Arbeit bedeuten.“

Zwei Voraussetzungen müssen allerdings noch erfüllt werden. Die Gemeindeprüfungsanstalt, die genauso wie das kommunale Rechenzentrum citeq mit eingebunden ist, muss die Wirtschaftlichkeit des Projektes darstellen und in ein Konzept gießen. Daran wird zurzeit gearbeitet, in den nächsten Tagen sollen bei einem Treffen die Ergebnisse besprochen werden. Mit Beginn des kommenden Jahres sollen dann die politischen Gremien in den beiden Gemeinden informiert werden. Denn das ist die zweite Voraussetzung, wie Fallberg betont: Die Politik, die ihre grundsätzliche Zustimmung, bereits im Vorfeld gegeben hatte, muss ihr Okay jetzt für das konkrete Projekt geben.

Das Lob von Innenminister Dr. Ingo Wolf ist den beiden Baumberge-Gemeinden jedenfalls schon sicher. „Unsere Kommunen demonstrieren wieder einmal ihr Innovationspotenzial und ihre Zukunftsfähigkeit“, erklärte Wolf, der allerdings nichts über die genaue Höhe der zugesagten finanziellen Förderung verlauten ließ.

VON FRANK VOGEL
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