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20. Juni 2007, Ratsbeschluss

Nun ist es also vom Tisch, das Thema. Ohne Diskussion. Eine Diskussion hatte ein Geschäftsordnungsantrag der FDP verhindert, dem die CDU und der Bürgermeister zustimmten.

Wahrscheinlich hatte man Angst gehabt vor den - guten - Argumenten, die uns - leider - der vorausgegangene Vortrag über die Gemeindefinanzen von Klaus Fallberg an die Hand gegeben hatte.

Sie sind vorbei, die Zeiten, in denen man mit der Gießkanne über alle Wählerinnen und Wähler hinweg das Geld verteilen konnte. Wenn Wasserknappheit herrscht, muss ich auch aufhören, den Rasen zu sprengen, auch wenn er etwas braun wird und mich vorwurfsvoll ansieht. Denn der Rasen wird nicht eingehen. Im Gegensatz zu den jungen Pflänzchen, die ich gerade erst gesetzt habe.

In solchen Zeiten gilt es gezielt zu gießen. Die Pflanzen, die es wirklich brauchen. Und dies haben auch einige Sportvereine eingesehen. Dass sich der Sportverein mit den meisten ERWACHSENEN Mitgliedern und mit den besten Voraussetzungen in Bezug auf Hallenkapazitäten und Außenanlagen, querstellt, ist verständlich; verständlich ist leider nicht das Verhalten von CDU und FDP, die trotz unserer Haushaltslage eine derartige Förderung des Erwachsenensports. - Im Falle der von uns vorgeschlagenen Hallengebühren wären auf über 700 erwachsene Mitglieder ca. 7000 € Mehrbelastung im Jahr zugekommen, das hätte eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge für die Erwachsenen von 10 € IM JAHR bedeutet. Wo ist das Problem?

22. Juni 2007, Westfälische Nachrichten

Keine Hallengebühren

Nottuln. Sporthallennutzungsgebühren wird es in der Gemeinde Nottuln (vorerst) nicht geben. Wie schon im Sozialausschuss vor gut zwei Wochen, gingen die Abstimmungen zu diesem Thema auch in der Ratssitzung am Mittwochabend wieder mit Patts aus. Das galt für alle drei gestellten Anträge: Den von SPD, Grünen und UBG für Gebühren bei gleichzeitiger Erhöhung der Jugendzuschüsse. Den der CDU gegen Gebühren und eine Optimierung der Nutzung. Und den der UBG zur genaueren Darstellung der Vorleistungen der Gemeinde für die Vereine.

Sehr zum Ärger vor allem der SPD-Fraktion (weil die noch eine Alternative vorstellen wollte) wurden die Entscheidungen ohne vorherige Diskussion gefällt. Bei dem entsprechenden Antrag zur Geschäftsordnung hatte es eine knappe Mehrheit gegeben.

Frühestens in sechs Monaten kann das Thema nun neu aufgelegt werden, teilte die Gemeindeverwaltung mit.

VON LUDGER WARNKE, NOTTULN

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