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Themen EnergiepolitikEnergiepolitik Fotovoltaik in Appelhülsen: Bürgerbeteiligung zurück zur Startseite
 

„Für Bürger ohne Risiko“

Nottuln. Es gibt Geldanlagen mit einem höheren Zinssatz, zweifellos. Sind sie aber auch so sicher? Wer wenigstens 5000 Euro übrig hat und das Geld die nächsten 20 Jahre nicht braucht, kann sich an dem Fotovoltaikpark der Gemeinde Nottuln in Appelhülsen beteiligen.

Die Gemeinde verzinst das Geld der Bürger fest mit vier Prozent. Aus den 5000 Euro sind nach 20 Jahren dann 7287,54 Euro geworden. „Und das ohne jedes Risiko für die Bürger“, betont Bürgermeister Peter Amadeus Schneider im Gespräch mit unserer Zeitung. Denn der Zinssatz ist fest vereinbart und unabhängig vom Betrieb und Ertrag des Fotovoltaikparks. Also eine sichere Geldanlage? Schneider: „Es gibt kaum etwas Sicheres, als einer Gemeinde Geld zu leihen.“

Wie viele Bürger oder auch Unternehmen sich an dem Fotovoltaikpark beteiligen werden, lässt sich nur schwer abschätzen. Bürgermeister Schneider hat bislang rund ein Dutzend Anfragen von Bürgern aus dem Münsterland, ja sogar aus dem Kölner Raum, registriert. Einige Bürger, so hat Schneider erfahren, wollen aus prinzipiellen Gründen in erneuerbare Energien investieren und sind dann noch überrascht, dass man damit auch Geld verdienen kann. Andere wiederum hoffen auf eine hohe Rendite, für die sie auch Risiken eingehen würden. Die vier Prozent, die die Gemeinde anbietet, sind dann aber eher unattraktiv.

Doch was hat Nottuln von den Bürgerdarlehen? Für die Gemeinde sei die Bürgerbeteiligung günstiger als ein Darlehen bei einem Kreditinstitut, erläutert Schneider. Gleichzeitig wolle man auch den Bürgern ein attraktives Angebot zur Beteiligung am Fotovoltaikpark machen.

Und so lautet das Angebot der Gemeinde: Es können sich alle natürlichen und juristischen Personen beteiligen. Das heißt: Alle Bürgerinnen und Bürger können mitmachen, aber auch Vereine, Verbände, Firmen oder Institutionen. Der Mindestbetrag liegt bei 5000 Euro. Höhere Beträge sind möglich, der gewünschte Betrag muss aber jeweils ohne Rest durch 1000 teilbar sein.

Die Laufzeit beträgt 20 Jahre. Der Zinssatz beträgt vier Prozent fest für die gesamte Laufzeit. Durch die Gemeinde wird keine Zinsabschlagsteuer abgeführt. Die Zinsen müssen also bei der eigenen Steuererklärung angegeben werden.

Wer sich am Fotovoltaikpark beteiligen möchte, muss sich nun bis zum 31. Mai bei der Gemeinde melden. Das Geld selbst muss spätestens zum 31. Oktober 2008 an die Gemeinde gezahlt werden.

Ansprechpartner bei der Gemeinde ist Beigeordneter Klaus Fallberg, Stiftsplatz 7/8, 48301 Nottuln, E-Mail: fallberg@nottuln.de, 0 25 02/ 9 42-1 01.

 
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