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Westfälische Nachrichten - 13. Dezember 2007

An der Sonne verdienen

Auf dem Dach der Maschinenhalle des Bauhofes sind die 1023 Module installiert worden (v.l.): Diplom-Ingenieur Christof Kattenbeck (Gemeindewerke), Stefan Lechtermann und Michael Schmidt (RWE), Harald Gerding (Gemeindewerke) sowie Günter Hörbelt und Andreas Berks (Elektro Hörbelt).
Auf dem Dach der Maschinenhalle des Bauhofes sind die 1023 Module installiert worden (v.l.):
Diplom-Ingenieur Christof Kattenbeck (Gemeindewerke), Stefan Lechtermann und Michael Schmidt (RWE),
Harald Gerding (Gemeindewerke) sowie Günter Hörbelt und Andreas Berks (Elektro Hörbelt).
(Foto: Frank Vogel)

Nottuln. Ab sofort verdienen die Gemeindewerke noch mehr Geld mit der Sonne. Am Dienstag ist nach der Fotovoltaikanlage im Freibad eine weitere auf dem Dach der Maschinenhalle des Baubetriebshofes in Betrieb genommen worden. Einen jährlichen Überschuss von circa 4200 Euro erwartet das Wasserwerk als Betreiber der Anlage, die Harald Gerding (Gemeindewerke) geplant und die das Unternehmen Elektro Hörbelt (Lette) installiert hat.

Die insgesamt 1023 Dünnschichtmodule bedecken eine Fläche von rund 740 Quadratmetern und haben eine Leistung von rund 72 Kilowattpeak. Damit werden jedes Jahr etwa 57 000 Kilowattstunden Strom erzeugt. Das entspricht dem Jahresstromverbrauch von 13 Vierpersonenhaushalten. Rund 37 000 Kilogramm Kohlendioxid werden so jedes Jahr gespart.

Die Anlage ist mehr als doppelt so groß wie die auf dem Dach der Umkleidegebäude im Wellenbad. „Unsere erste Anlage läuft besser als erwartet und deshalb haben wir bei unserem neuen Projekt auch nicht gezögert“, erklärt Werkeleiter Peter Scheunemann. Im Sommer gab’s die ersten Überlegungen, im September wurden die Investitionskosten von 280 000 Euro in den Wirtschaftsplan eingearbeitet, sechs Wochen Bauzeit – und passend noch vor Jahresende ist die Anlage jetzt ans Netz gegangen. Die Planung hat Harald Gerding übernommen, die Statik Josef Kasberg.

Die Einspeisung erfolgt über einen neu verlegten Anschluss ins Netz der RWE. „Die Zusammenarbeit auf dem kurzen Dienstweg ist hervorragend gelaufen“, bestätigen Michael Schmidt und Stefan Lechtermann von dem Energieunternehmen.

Neu ist, dass die Daten aus den neun Wechselrichtern, die aus dem Gleichstrom Wechselstrom machen, über eine Datenfernübertragung bei den Gemeindewerken und im Baubetriebshof direkt überwacht werden können.

Weiter geht es übrigens im nächsten Jahr: Wenn das Dach des Hallenbades saniert wird, soll auch dort eine Fotovoltaikanlage installiert werden.

VON FRANK VOGEL
 
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