Wie es im Streit um die Windkraftanlagen in Buxtrup weitergeht, ist noch ungewiss.
Zurzeit stehen drei Windräder, aber noch in diesem Jahr sollen hier vier Anlagen stehen
und Strom erzeugen. (Foto: Dieter Klein)
Nottuln. Der Streit um die neuen Windkraftanlagen in der Bauerschaft Buxtrup geht in die nächste Runde. Die Firma ABO Wind hatte der Gemeinde Nottuln – wie berichtet – eine Schadensersatzforderung über eine Million Euro ins Haus geschickt. Das Wiesbadener Unternehmen wirft der Gemeinde vor, sie habe das Projekt rechtswidrig verzögert, und so sei dem Unternehmen ein entsprechender Verlust entstanden. Die Gemeinde hatte die Schadensersatzforderung an ihren Haftpflichtversicherer, die GVV-Kommunalversicherung, weitergeleitet. Diese vertritt die Gemeinde in der Auseinandersetzung. Anfang September hat die GVV in Absprache mit der Gemeinde die Schadensersatzforderung als unbegründet zurückgewiesen.
Das hat ABO Wind nicht akzeptiert, wie Pressesprecher Andreas Höllinger auf Nachfrage bestätigte. „Wir haben Ende vergangener Woche ein neues Schreiben an die Gemeinde Nottuln rausgeschickt.“ In dem versucht ABO Wind noch einmal, eine außergerichtliche Einigung zu erzielen. Das Schreiben wird die Gemeinde wie gehabt an die GVV weiterleiten, erklärte Oberrechtsrat Franz-Josef Rickert auf Nachfrage. Sollte der Versicherer – und nichts anderes ist in Abstimmung mit der Gemeinde zu erwarten – die Forderungen wieder zurückweisen, wird es wohl zu einer gerichtlichen Klage kommen. „Da können Sie sich drauf verlassen“, ist Andreas Höllinger davon überzeugt, dass ABO Wind in der Sache Recht hat und bekommt.
Derweil sind drei der geplanten vier Anlagen aufgestellt. Zurzeit werden noch weitere Montage- und Anschlussarbeiten durchgeführt, ehe die Windräder ans Netz gehen. Auch die vierte Anlage soll bald aufgestellt werden, noch in diesem Jahr sollen die Räder ihre Arbeit aufnehmen.