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23. September 2009, Westfälische Nachrichten

„Lebensqualität entwickeln"

Schnitt durchs Band zur Freigabe der Umgehung mit den Repräsentanten der Region sowie Staatssekretär Prof. Dr. Engelbert Lütke Daldrup (Mitte), Hauptgeschäftsführer des Landesbetriebs Straßenbau Winfried Pudenz (3. v. r.) und Leitender Ministerialrat im NRW-Verkehrsministerium Wilhelm Kolks (2. v. r.).Fotos:
Schnitt durchs Band zur Freigabe der Umgehung mit den Repräsentanten der Region sowie Staatssekretär
Prof. Dr. Engelbert Lütke Daldrup (Mitte), Hauptgeschäftsführer des Landesbetriebs Straßenbau Winfried Pudenz (3. v. r.)
und Leitender Ministerialrat im NRW-Verkehrsministerium Wilhelm Kolks (2. v. r.).
Foto: (Uwe Goerlich)

Darup - Ein paar Meter die Böschung abwärts donnerten am Dienstag (22. September) noch die Lastwagen über die alte B525 durchs Dorf. Da musste Bundes-Staatssekretär Prof. Dr. Engelbert Lütke Daldrup erheblich lauter ins Mikro des Rednerpults rufen. Seine Botschaft kam an, akustisch und inhaltlich. „Möge die Umgehungsstraße dazu beitragen, die Lebensqualität im Ort nachhaltig zu verbessern.“

Die meisten der rund 500 Gäste werden das nicht in Zweifel gezogen haben. Nur wie? Diese Frage griff denn auch Bürgermeister Peter Amadeus Schneider in seiner kurz-prägnanten Ansprache auf. „Die Ortsumgehung ist von allen Bürgern herbeigesehnt worden.“ Die Inbetriebnahme bedeute „für Darup einen Aufbruch in die Zukunft“. Nun gelte es, „die neu gewonnene Lebensqualität gemeinsam zu entwickeln“. Dafür sei das Dorffest am kommenden Wochenende ein guter Impuls.

Den Blick nach vorne richteten in ihren Ansprachen auf der neuen Umgehungsstraße auch die zur Beglückwünschung erschienenen Repräsentanten des Landes und des Bundes. Der Leitende Ministerialrat im NRW-Verkehrsministerium, Wilhelm Kolks, stellte fest: „Wir wollen auch die Umgehungsstraße für Nottuln durchsetzen.“ Er sei optimistisch gestimmt, dass die Mittel Anfang kommenden Jahres fließen könnten.

Ähnlich positiv stellte es Bundes-Staatssekretär Prof. Dr. Engelbert Lütke Daldrup dar: „Wir rechnen damit, dass Ende dieses Jahres der Planfeststellungs-Beschluss erfolgen kann.“ Gleichwohl unterstrich der Staatssekretär, der gebürtig aus dieser Region stammt: „Der Bund baut allerdings keine Straßen, die die Bürger nicht haben wollen.“ Und ging damit auf die Proteste gegen die geplante Umgehung von Nottuln ein.

Hunderte von gut gelaunten Darupern nahmen das genauso interessiert zur Kenntnis wie die zahlreichen Ehrengäste, darunter heimische Abgeordnete aus Bund und Land und Repräsentanten des Kreises, angeführt von Landrat Püning, sowie der Gemeinde. Ein kleines Vor-Volksfest im Hinblick aufs Wochenende lief bei Kaiserwetter schon mal über die Bühne, bis schließlich ein Oldtimer als erstes Auto über die neue Trasse rollte.

VON UWE GOERLICH

 
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