Wir über uns |  Termine  |  Veranstaltungs-Rückblick  |  Themen-Archiv 
 
Themen  Themen GrüneAnträge und Anfragen Appelhülsen - Baugebiete Appelhülsen -Sportanlagen Appelhülsen -Hochwasserschutz Darup - Ortsentwicklung Darup - Umgehungsstraße Energiepolitik Finanzpolitik Gewerbegebiet Beisenbusch Kinder-  und Jugendpolitik Schulpolitik Skateranlage - Spielplätze für Jugendliche Tourismus Umgehungsstraße Nottuln Entlastungsstraße Nottuln West
Themen Sportstätten in Appelhülsen Neue Wege der CDU? zurück zur Startseite
 

Januar 2007

Alle Parteien in Nottuln wollen, dass eine neue Sporthalle in Appelhülsen gebaut wird und suchen emsig nach Möglichkeiten, diese Projekt trotz der angespannten Haushaltslage der Gemeinde zu verwirklichen.

Auch die Verwaltung sucht nach Lösungen. Und so kam der Kämmerer und erste Beigeordnete Klaus Fallberg auf die Idee, doch mal zu überprüfen, ob es nicht möglich wäre, im Rahmen eines Genossenschaftsmodells eine neue Sporthalle für Appelhülsen zu realisieren. Lief los und sprach mit Fachleuten und Politikern. Bereits seit mehreren Monaten. Steckte viel Zeit und Energie in dieses Projekt.

Und dann war der Kämmerer zu Besuch auf der Klausurtagung der CDU. Erzählte auch da von seinen Ideen. Ein paar Tage später konnte man seine - guten - Ideen in der Zeitung nachlesen. Herr Dörndorfer als Vorsitzender der CDU-Fraktion hatte da kurzerhand die Ideen der Verwaltung zu SEINEN Ideen gemacht. Welch ein mieser politischer Stil. Ist so ein Fraktionsvorsitzender weiterhin für die Fraktion tragbar?

Westfälische Nachrichten, 24. Januar 2007

Neue Wege beschreiten
Sporthallenneubau Appelhülsen: CDU favorisiert ein Genossenschafts-Modell
Von Ludger Warnke

Nottuln/Appelhülsen. Die Weichen für einen Sporthallenneubau in Appelhülsen müssen nach Ansicht der CDU-Ratsfraktion in diesem Jahr gestellt werden. Für die Verwirklichung des Millionen-Projektes schlägt die CDU ein Genossenschafts-Modell vor, in das sich auch die Gemeinde einbringt. "Eine solche Lösung hätte den Vorteil, dass einerseits die finanzielle Belastung der Gemeinde in einem noch vertretbaren Rahmen bleibt. Andererseits ermöglicht dieses Modell auch das Engagement von Vereinen, Bürgern und Unternehmen, was letztlich auch zu einer Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls in Appelhülsen führt," erklärte CDU-Fraktionsvorsitzender Gerhard Dörndorfer im Gespräch mit unserer Zeitung.
Im Rahmen einer zweitägigen Klausurtagung zum Haushaltsentwurf 2007 der Gemeindeverwaltung habe man sich intensiv mit dem Sporthallen-Thema beschäftigt, berichtete Dörndorfer. Die CDU wolle eine neue Sporthalle für Appelhülsen. Die Notwendigkeit sei gegeben. Und, so Dörndorfer, eine neue Sporthalle stärke die Infrastruktur und trage dazu bei, Appelhülsen auf lange Sicht attraktiv zu halten.
Die finanziellen Voraussetzungen der Gemeinde sind nach Einschätzung der CDU zurzeit erheblich besser, als man vor einiger Zeit noch absehen konnte. "Wir sind daher der Meinung, dass wir das Thema nun wirklich in diesem Jahr angehen müssen", betonte Fraktionsvorsitzender Dörndorfer.
In eine Genossenschaft, wie sie die CDU vorschlägt, könnten sich dann neben der Gemeinde und dem Sportverein Arminia auch einzelne Bürger, Gruppen und Unternehmen engagieren. "Wir stellen uns vor, dass die Gemeinde das Grundstück und den finanziellen Aufwand für eine Zweifachhalle (rund 1,5 Millionen Euro) in die Genossenschaft einbringt," sagte Dörndorfer. Die dann noch fehlenden Gelder für eine Dreifachhalle, deren Kosten auf rund 2,1 Millionen Euro geschätzt werden, könnten über Eigenleistungen, Anteile an der Genossenschaft und Spenden aufgebracht werden.
"Wir müssen heute bei der Finanzierung solcher Projekte neue Wege beschreiten", betonte Dörndorfer. Das Genossenschaftsmodell sei so ein neuer Weg, den die CDU nicht nur mittrage, sondern auch favorisiere.
Die Genossenschaftslösung erfordere zwar viele Vorarbeiten, bietet nach Ansicht der Christdemokraten aber auch viele Vorteile. Wenn eine Genossenschaft als Bauherr auftrete, bauche man das Projekt nicht mehr europaweit auszuschreiben. "Das bietet dann auch heimischen Unternehmen die Möglichkeit, sich zu beteiligen", erklärte Dörndorfer. Zudem würden die anfallenden Abschreibungen nicht den Gemeindehaushalt belasten. Und: Eine gemeinnützig ausgerichtete Genossenschaft könnte auch Spendenbescheinigungen ausstellen, so dass Firmen oder Privatpersonen, die das Projekt unterstützen, ihre Spende beim Finanzamt geltend machen können.
"Für uns ist das nach derzeitigem Stand ein sehr gangbarer Weg, das Projekt zu verwirklichen", erklärte Dörndorfer. Wenn in Kürze die Etatberatungen in den Ratsausschüssen beginnen, will die CDU ihren Vorschlag vorstellen und die Gemeindeverwaltung beauftragen, die notwendigen Abstimmungsgespräche, insbesondere mit dem Sportverein Arminia, zu führen

Westfälische Nachrichten, 24. Januar 2007

"Finde das sehr seltsam"
Sporthalle Appelhülsen: Kritik an der Informationspolitik der CDU

-luw- Nottuln. Die Informationen der CDU-Fraktion über ihre Haushaltsklausurtagung haben in der Nottulner Politiklandschaft und im Hause der Gemeindeverwaltung Verwunderung und auch Verärgerung ausgelöst. Die Christdemokraten hatten mitgeteilt, dass sie die Verwaltung beauftragen wollen, zu prüfen, ob ein Genossenschaftsmodell ein gangbarer Weg zur Finanzierung der Sporthalle Appelhülsen ist. Vermisst wird dabei die Aussage, dass das Genossenschafts-Modell auf Überlegungen der Gemeindeverwaltung zurückgeht.
Bürgermeister Peter Amadeus Schneider erklärte gestern: "Ich finde es ungewöhnlich, der Zeitung entnehmen zu müssen, dass eine Fraktion die Verwaltung beauftragen will, einen Vorschlag weiter zu verfolgen, den die Verwaltung selbst gemacht hat."
Nach Auskunft des Bürgermeisters ist das Genossenschafts-Modell für den Sporthallenneubau seit Oktober vergangenen Jahres ein Thema in der Gemeindeverwaltung. Dieses Modell sei sicherlich interessant, es gebe aber auch andere Modelle, erklärte Schneider. In einzelnen Gesprächen mit Mitgliedern des Rates und des Sportvereins Arminia Appelhülsen habe die Gemeindeverwaltung ausgelotet, ob diese Idee weiter verfolgt werden soll.
"Jetzt sind wir soweit, dass wir dieses Modell den einzelnen Fraktionen zur Kenntnis geben können," berichtete Schneider. Das habe der Beigeordnete Klaus Fallberg nun bei der CDU getan, die zufälligerweise als erste ihre Haushaltsklausurtagung durchgeführt habe.
"Ich finde es nicht gut, wie das jetzt gelaufen ist," meinte SPD-Fraktionsvorsitzender Wolf Haase zur Informationspolitik der CDU. Der Vorschlag für ein Genossenschafts-Modell komme originär aus der Verwaltung. Grundsätzlich sei diese Überlegung gut. "Alles, was uns der Halle näher bringt, ist eine ordentliche Sache", sagte Haase. Dass die CDU aber diesen Vorschlag als ihre Idee ausgebe, finde ich sehr seltsam.
"Ich bin aus dem Staunen nicht herausgekommen und war auch zornig", sagte Grünen-Fraktionsvorsitzende Sigrid Bürger. "So etwas erschwert die Zusammenarbeit im Rat." Bei dem Genossenschafts-Modell handele es sich um Überlegungen der Gemeindeverwaltung, die dort schon seit einiger Zeit verfolgt würden.
"Ich finde es empörend. Der Anstand gebietet es, dass man den Urheber dieser Idee erwähnt," meinte Ursula Boldt-Hübner, stellvertretenden Fraktionsvorsitzende der UBG. Die Gemeindeverwaltung beschäftige sich schon seit längerer Zeit mit dieser Idee. Auch die UBG habe sich schon zu einem frühen Zeitpunkt mit diesem Modell beschäftigt, denn Auslöser für die Überlegung, eine genossenschaftliche Lösung für den Sporthallenneubau zu prüfen, sei ein Fachartikel in der Verbandszeitschrift des Genossenschaftsverbandes gewesen.
Wenig überrascht zeigte sich FDP-Fraktionsvorsitzender Helmut Walter. "Wir müssen immer wieder erleben, dass sowohl CDU als auch SPD Ideen aus der Verwaltung verwenden." Nach Ansicht von Walter ist die Genossenschaftslösung ein schwieriges Modell für Nottuln. Das bürgerschaftiche Engagement sei schon jetzt so stark gefordert sei es beispielsweise durch den Bürgerbus, die Bürgerstiftung in Appelhülsen , dass es schwer werde, den Bürgern hier noch mehr abzuverlangen. Es hilft weder dem Sportverein Arminia noch dem Rat, Modelle zu diskutieren, die sich nicht realisieren lassen.
"Wir wollen Bewegung in das Sporthallenprojekt bringen," begründete CDU-Fraktionsvorsitzender Gerhard Dörndorfer das klare Votum der Christdemokraten für das Genossenschafts-Modell. Und: "Wenn ich höre, dass das schon seit drei Monaten in der Verwaltung geprüft wird, dann wundert es mich, dass wir erst jetzt davon erfahren." Die Politik, so Dörndorfer, hätte viel früher informiert werden müssen, um sich selbst sachkundig machen zu können.

 
zurück Diskussionsforum   |   Mail an Grüne    |   Links    |    Impressum zurück nach oben