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27.06.2004
"Ach, was soll ich denn zu soviel Ignoranz
noch schreiben.
Es gibt den ganz alten Beschlussstand der
Gemeinde:
Der Verkauf von vielen Grundstücken in Appelhülsen in kurzer Zeit
spült soviel Geld in die Gemeindekasse, dass Appelhülsen ein
schönes neues Sportstadion mit großer Halle bekommt.
Tatsache ist:
Das alte Stadion ist auch nicht schlecht. Was wirklich fehlt, ist
eine Halle.
Nun ist die reale Situation leider etwas anders
als im alten Beschluss:
Die Grundstücke in Appelhülsen verkaufen sich sehr schleppend. Die
Zwischenfinanzierungskosten übersteigen bei weitem die Einnahmen.
Die Baugebiete in Appelhülsen sind ein riesiges Zuschussgeschäft.
Und dazu die Rechtslage ist auch gerade nicht
günstig:
Der B-Plan schreibt am jetzigen Standort des Sportstadions ein
Wohngebiet vor. Dadurch ist selbst der Bestandsschutz für die
bestehende Anlage zweifelhaft. Die Situation wird mit jedem
verkauften Grundstück in der Nähe des Stadions für den Bestand
schlechter. Anliegerbeschwerden.
Unser Wunsch war folgender:
'Liebe CDU und Verwaltung, stellt Euch den Realitäten. Ein neues
Stadion könnt auch Ihr in absehbarer Zeit nicht finanzieren. Um den
Bestand des Alten müsst auch Ihr Euch fürchten. Jetzt macht Euch
doch mal schlau! Können wir durch Bebauungsplanänderungen in
Absprachen mit den jetzt noch wenigen Nachbarn das alte Stadion
retten? Ein Stadion im Wohngebiet ist ja nicht gerade etwas Ungewöhnliches.
Ansonsten ist zu befürchten, dass Appelhülsen sehr schnell ohne
ein Stadion dasteht. Das wäre doch katastrophal!?!'
Die CDU hat nun im Ihrer Machtvollkommenheit
beschlossen:
Irgendwie kommt irgendwann irgendwo ganz viel Geld her und dann
bauen wir ein wunderschönes Stadion für Appelhülsen und das
machen wir so, weil wir das nun mal so beschlossen hatten.
Ich nenne das blauäugig.
Tut mit leid, diese Ignoranz kann ich nur sarkastisch
kommentieren.
Mit freundlichen Grüßen
Richard Dammann
(Ratsherr und Mitglied im Ausschuss für Gemeindeentwicklung)" |