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26.06.2004, Westfälische Nachrichten

Genehmigung immer nur für ein Jahr
Beachvolleyball nun doch im Sportzentrum

 -luw- Nottuln/Appelhülsen. Der seit langem diskutierte Bachvolleyballplatz wird nun doch im Appelhülsener Sportzentrum errichtet. Sowohl der Gemeindeentwicklungsausschuss als auch der Gemeinderat stimmten am Donnerstag einem entsprechenden Antrag des Vereins Arminia Appelhülsen zu. Der ursprüngliche Standort Steverpark ist nun völlig außen vor.
Der 3. Vorsitzende der Arminia, Helmut Thieme, erläuterte im Ausschuss, dass der ursprüngliche Standort des Beachvolleyballfeldes im Steverpark mit großer Wahrscheinlichkeit zu Anliegerklagen geführt hätte. Da der Sportverein damit rechne, dass das Sportzentrum noch einige Zeit in Betrieb sein wird, habe man deshalb nun den Antrag gestellt, den Platz im Sportzentrum zu errichten. Mit der jährlichen Genehmigung des Platzes sei der Sportverein einverstanden.
Die Gemeindeverwaltung hatte zuvor in der Sitzung mitgeteilt, dass der Kreis Coesfeld als Genehmigungsbehörde den Betrieb des Beachvolleyballplatzes immer nur auf ein Jahr befristet genehmigen will. Sobald Anlieger sich über Lärm beschweren würden, werde der Kreis die Genehmigung widerrufen. Finanziert wird der neue Beachvolleyballplatz allein durch Sponsorengelder beziehungsweise durch die Arminia.


Mehrheit hält an Verlagerung des Sportzentrums fest
Noch viele offene Fragen zur Sportstättensituation in Appelhülsen 

-luw- Nottuln/Appelhülsen. Obwohl der Ausschuss für Gemeindeentwicklung am Donnerstag mehrheitlich festgestellt hat, dass die Beibehaltung des Appelhülsener Sportzentrums am Kücklingsweg aus finanziellen und juristischen Gründen nicht in Frage kommt, bleibt die genaue Zukunft des Sportzentrums weiter ungewiss. Zurzeit ist unklar, wie eine Verlagerung und damit ein Neubau auf den Lankersflächen finanziert werden kann.

Beigeordneter Klaus Fallberg berichtete in der Sitzung über ein Gespräch zwischen SV Arminia und Gemeindeverwaltung bezüglich des Sporthallen-Engpasses. Ergebnis sei, dass der Arminia nur durch eine neue Zwei- oder Dreifachhalle dauerhaft geholfen werden könne, sagte Fallberg. Verwaltungsintern werden nun Kosten, Standorte und Finanzierungsmodelle geprüft.

Besprochen worden sei mit dem Verein auch die Möglichkeit einer Verlagerung des Sportzentrums. "Ich sehe aber die Verlagerung noch sehr kritisch", machte der Beigeordnete und Kämmerer keinen Hehl aus seiner Meinung- "Ich halte es für fraglich, ob es tatsächlich zu einer Verlagerung kommt."

In der politischen Diskussion wurden die unterschiedlichen Standpunkte der Parteien schnell deutlich. Richard Dammann (Grüne) geht davon aus, dass die geplante Sportzentrum-Verlagerung in absehbarer Zeit nicht klappen wird. Appelhülsen werde sich nicht so entwickeln wie geplant, meinte er. Thomas Höcker (CDU) hingegen betonte, der Sportverein Arminia müsse eine Perspektive bekommen und mittelfristig mit einer Verlagerung rechnen können. Eine eventuelle neue Sporthalle und das Sportzentrum gehörten zusammen. Es mache keinen Sinn, nur eine neue Sporthalle auf die Lankersflächen zu setzen.

Hermann Volkmer von der Gemeindeverwaltung wies darauf hin, dass bei Anliegerbeschwerden gegen das Sportzentrum im schlimmsten Fall der Sportbetrieb sehr stark eingeschränkt werden kann. Nach Einschätzung von Richard Dammann hat sich die Gemeinde durch den Grundstücksverkauf im Umfeld des Sportzentrums selbst in eine Zwickmühle gebracht. Jetzt habe man aber noch die Möglichkeit, gegenzusteuern.

"Wir gewinnen Handlungsfähigkeit, wenn wir uns ernsthaft um die Verlagerung bemühen", meinte hingegen Thomas Höcker. Aber: "So lange die Vermarktung der Grundstücke in Appelhülsen-Nord II nicht abgeschlossen ist, so lange können wir das nicht finanzieren", erklärte Wolf Haase (SPD). "Wir müssen nach anderen Finanzierungsmodellen suchen", warb Roswitha Roeing-Franke (CDU) für ein Festhalten an den ursprünglichen Zielen.

Mit den zehn Stimmen von CDU und FDP bei Ablehnung durch UBG, Grüne und SPD (sieben Stimmen) beschloss der Ausschuss die Feststellung, dass die Beibehaltung des Sportzentrums am Kücklingsweg nicht möglich ist.

 
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