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Veranstaltungs-Rückblick Veranstaltungs-Rückblick 16. Februar 2008, Kabarett STORNO
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WN, 18. Februar 2008

Super Abend mit niveauvollen Wortspielen
"Storno - Die Abrechnung" begeisterte Publikum im ausverkauften Forum

Die Bremer Staedtmusikanten
Das Kabarett-Trio „Storno“ sorgte mit herzlichen Lachern für einen vergnüglichen Abend (v. l.):
Jochen Rüther, Thomas Philipzen und Harald Funke.                      (Foto: Hanne Ermann)

Nottuln. Im neuen Jahr gibt es regelmäßig zahlreiche Jahresrückblicke. Doch der Rückblick der drei Kabarettisten Harald Funke, Thomas Philipzen und Jochen Rüther war einer der wenigen, der richtig Spaß machte.
Die Grünen hatten zur Veranstaltung im Forum des Gymnasiums am Samstagabend geladen und schon zu Beginn brachte Fraktionssprecher Moritz Hegemann mit seinem Lied „Guten tun“ das Publikum zum Schmunzeln. Außerdem stellte er beim Anblick des ausverkauften Forums fest: „So voll hatten wir es beim Grünen-Kabarett noch nie!“

Und dann aber ging die satirische Abrechnung los, kurzweilig präsentiert von drei sympathischen Charakteren, die unterschiedlicher kaum sein könnten. So sprang der lebhafte Philipzen in den verschiedensten Situationen schlaksig auf der Bühne herum, mal tanzend, mal als Franz Müntefering im Elvis-Stil. „Fanden Sie nicht auch, 2007 war ein absolutes Super-Jahr!“, wollte Philipzen Einigung schaffen, doch da hatten die „Kollegen“ auch noch ein zynisches Wörtchen mitzureden.

Der erfrischend arglose Harald Funke, der bei „Ronald Pofalla“ regelmäßig eine gequälte Grimasse zog, empfand das vergangene Jahr als das der Angela „Angie“ Merkel: „Zuerst war sie in Grönland zum Fototermin und hat da das Klima gerettet, dann hat sie Afrikaner gerettet, dann hat sie im Edeka die Butterpreise gerettet und dann war sie in Texas auf der Ranch des wahnsinnigen Bush. Sie ist unsere Miss World. Unsere Miss Universum. Unsere MissErfolg.“

Mit Hilfe von „Lach- und Sachgeschichten“ erklärte der große, vernünftigere Jochen Rüther amüsant die Frage: „Was ist eigentlich ein Putin?“. Und er war derjenige, der seine Kollegen auch mal zurückholte, wenn es doch zu bissig werden sollte, wie bei Philipzens Überlegungen zum Klimawandel: „Es gibt auch Vorteile: Das Meer kommt immer näher, es gibt eine Strandpromenade in Nottuln und Holland ist weg.“

Nichts ließ das Trio aus. So wurde das Weltfinanzsystem einfach in einem Rollenspiel erklärt. „Robert hier in der ersten Reihe leiht Moritz eintausend Euro.“ Bei der Tour de France habe es „Spritzenleistungen“ gegeben und der französische Staatspräsident Sarkozy wurde zu einem „Potenzfrettchen“. Den Abgang von Edmund Stoiber arbeitete das Trio musikalisch mit „No woman no cry“ auf. Auch bei Passagen ohne Wortwitz, bei pantomimischen Darstellungen oder einem schweigendem Funke war das Publikum begeistert, konnte herzlich lachen und spendete viel Applaus. Es war ein Jahresrückblick mit niveauvollen Wortspielen und nach der Zugabe waren sich wohl alle einig: Wenn 2007 vielleicht nicht für jeden ein super Jahr war, dieser Abend war ein super Abend!

VON HANNE ERMANN

 
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