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Veranstaltungs-Rückblick Veranstaltungs-Rückblick 24. August 2002 - Großes Wind- und Drachenfest am Longinusturm
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Grüne schauen nach oben... Die Nottulner GRÜNEN Ingrid Hoffmann-Budde und Richard Dammann freuen sich über...
 
das GRÜNE Plakat am Longinusturm Der Longinusturm fest in GRÜNER Hand...
Bärbel Höhn und andere... Ministerin Bärbel Höhn im Gespräch mit den Grünen Dr.Wilhelm Kraneburg (Senden), Charlotte Ahrendt-Prinz (Coesfeld) und Willi Kortmann (Bundestagsdirektkandidat für den Kreis Coesfeld) (v.l.n.r.)

 
Westfälische Nachrichten   
Montag, 26. August 2002
"Plus von 50 Prozent ist angemessen"
Drachenfest: Ministerin Bärbel Höhn zur Windkraft

-kih- Nottuln. "Das Münsterland soll überlegen, Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn und der Direktkandidat der Grünen Willi Kortmann, sind sich über die Richtung der Windkraft einig.was es seinen Landwirten antut, wenn es das Aufstellen weiterer Windräder verhindert." Diese klaren Worte fand am Samstagnachmittag Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn bei ihrem Besuch in Nottuln. Die Ministerin war prominenter Gast beim Wind- und Drachenfest des Kreisverbandes der Grünen am Longinusturm und sorgte mit ihrer Ansprache für große Zustimmung bei den zahlreichen interessierten Zuhörern.
"In Nordrhein-Westfalen gibt es über 1 500 Windkraftanlagen, die über 1000 Megawatt Strom produzieren. Hinter den Küstenländern liegen wir damit auf Platz drei in der ganzen Bundesrepublik", erläuterte Bärbel Höhn die Bedeutung der Windenergie in NRW. Speziell dem Münsterland räumt die Ministerin dabei eine wichtige Stellung ein. "300 bis 400 Windräder gibt es im Münsterland - ich halte ein Plus von 50 Prozent für angemassen und machbar."
Es sei allerdings so, dass solche Pläne auf großen Widerstand stoßen. Bürgerinitiativen und Auflagen, die nicht einmal von Industrieanlagen erfüllt werden müssten, verhinderten, dieses wichtige Wirtschaftsfeld zu erschließen, kritisierte Bärbel Höhn. "In der Politik wird doch mittlerweile schon ideologisch mit diesem Thema umgegangen - Ängste werden geschürt und Windkraftanlagen als Ungetüme dargestellt."
Dabei, so Bärbel Höhn, arbeiteten bereits über 35 000 Menschen im Bereich der Windkraft, und diese Zahl der Arbeitsplätze könnte bis zum Jahr 2010 verdreifacht werden. "Darüber hinaus ist es durch die Windkraftanlagen zu einer deutlichen Reduzierung des CO2-Ausstoßes gekommen - dies kann als Beitrag Deutschlands zum globalen Klimaschutz gewertet werden", stellte die Ministerin heraus.
Auch Willi Kortmann, Direktkandidat der Grünen im Kreis Coesfeld, konnte sich den Worten seiner prominenten Vorrednerin nur anschließen. Er kritisierte die "Verhinderungspolitik" der FDP im Kreis Coesfeld und ging als aktuelles Beispiel auf die Situation in Lüdinhausen ein, wo der Bau eines Windparks nachhaltig bekämpft werde.Die riesigen Drachen hatten es vor allem auch den Kindern angetan.
Neben den politischen Reden stand auch das Programm des Wind- und Drachenfestes ganz unter dem Motto "Windkraft": Die Drachenvereine "Höhenwahn.de" und "Schüttorfer Stand off's" wurden vom Kreisverband eingeladen, um großen und kleinen Interessierten Drachenfliegen zum Anfassen zu präsentieren. Viele Kinder nutzten die Gelegenheit, ihr Talent auszuprobieren.
Dieter Goller vom Verein "Höhenwahn" konnte schließlich den 1. Preis für den besten aus Recyclingpapier hergestellten Drachen aus den Händen von Bärbel Höhn entgegennehmen, und Martin Webb aus Schüttorf wurde für den besten Drachen aus Naturprodukten ausgezeichnet.
Windkraftinteressierte hatten außerdem die Möglichkeit, sich von Prof. Wolfgang Köhnlein (Havixbeck) über die Technik der Windkraftanlagen informieren zu lassen. Für die musikalische Unterhaltung sorgte das Jazzquartett Markus Mattern. Und auch bei den Kids kam mit Drachenmärchenvorführung und Hüpfburg keine Langeweile auf.


Ministerin Bärbel Höhn
Professor Wolfgang Köhnlein
Prof.  Wolfgang Köhnlein
 
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